Lesebericht 2014

Ein sehr trockener und warmer Winter bringt einen sehr frühen Austrieb der Knospen. Zu diesem Zeitpunkt verläuft die Vegetation ähnlich wie im Jahr 2011. Große Regenmengen im Mai bringen dann doch das bereits dringend notwendige Wasser für die bevorstehende Blüte in der zweiten Juniwoche. Ab der zweiten Juliwoche wird das Wetter immer kurioser. Zur Zeit der Marillenernte regnet es fast jeden Tag für jeweils kurze Zeit, ähnlich verläuft der August. Im September regnet es ebenfalls viel zu viel und somit ist der gesamte Vegetationsvorsprung vom Frühjahr zur Gänze eingebüßt. Der bereits stark vorhandene Pilzbefall breitet sich im Oktober aufgrund ungewöhnlich hoher Nachttemperaturen weiter aus und somit wird es ein Wettlauf mit der Zeit, um gesunde Trauben zu ernten. Gleichzeitig bleiben die Zuckerwerte der Beeren tiefer als in den Jahren zuvor. Die Lese endet daher erst Ende November und bleibt quantitativ aufgrund des extrem hohen Selektionsaufwandes leider ebenso schwach wie 2013 oder 2010.


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